Zum Hauptinhalt springen

Aus der DDR in den Westen

Angefangen hat die Familiengeschichte im Jahr 1634, als ein Vorfahr der Albrechts im thüringischen Ohrdruf an einem Fluss eine Kupferschmiede einrichtete - mit einem Hammer, der von Wasserkraft angetrieben wurde.

Ein Werbeschild von 1920 zeigt den typischen, aus einem Stück getriebenen Kupferkessel von jenem Ahnen Alberich.

Über Generationen wurde die Kunst des Schmiedens am Fluss in Ohrdruf weitergegeben. Schon mit 17 Jahren musste der heute 89-jährige Seniorchef Georg Albrecht-Früh nach dem plötzlichen Tod des Vaters den Betrieb übernehmen, wurde als Unternehmer nach dem Zweiten Weltkrieg in der DDR enteignet, ging in den Westen und ließ sich in Rösrath-Hoffnungsthal nieder. In den Nachkriegsjahren wurden zunächst Kessel repariert, Behälter geflickt. Dann boomte das Stahlgeschäft, und Georg Albrecht-Früh entwickelte sich vom Kupferschmied zum Apparatebauer, erweiterte immer mehr die Fertigungstiefe mit mechanischer Bearbeitung wie Bohren und Drehen. In den 60er Jahren wurde der erste Plasmaschneider eingesetzt. Als es in Hoffnungsthal Probleme mit den Anwohnern gab, zog der inzwischen 70-Jährige im Jahr 1988 mit dem Betrieb in den gerade eingerichteten Industriepark Klause in Lindlar um. Genau 9999 Quadratmeter Grund kaufte der Seniorchef in der Schlosserstraße, obwohl es noch keinen Nachfolger gab.

1998 war die Zukunft in Sicht, als Tochter Anne in den Betrieb einstieg und eine Million Mark in die erste Laserschneideanlage investiert wurden. Seit 2004 steht der Seniorchef seinem Schwiegersohn Dirk Köntje beratend zur Seite, kümmert sich immer noch um dem Vertrieb. „Die Partner freuten sich, dass es weiterging. Immerhin wird ein Lebenswerk fortgesetzt“, berichtet Köntje. „Auch wenn viele Kunden und Lieferanten schon mit dem Großvater zusammengearbeitet haben - auch bei ihnen hat ein Generationswechsel stattgefunden.“

Seit 2000 ist der Betrieb von 30 auf 70 Mitarbeiter gewachsen. Köntje blickt mit Zuversicht in die Zukunft, lässt sich von der Konkurrenz im Ausland nicht beeindrucken: „Unser Standortvorteil ist die kurze Lieferzeit und der kurze Weg zur Fertigungsstätte: Die Kunden können Änderungen vor Ort klären und Zwischenergebnisse begutachten.“

Quelle: www.rhein-berg-online.ksta.de

Kontakt

Die Behälterbauer
Tel.: 02266 9006-124
behaelter@albrecht-dbb.de
Die Blechbearbeiter
Tel.: 02266 9006-122
blech@albrecht-dbb.de
Zentrale
Tel.: 02266 9006-0
info@albrecht-dbb.de